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Krzysztof Urbański und Frank Peter Zimmermann beim NDR Elbphilharmonie Orchester

Gespeichert von maru am 28. Februar 2018 - 14:55
22. März 2018 - 20:00

 

Donnerstag, 22.03.2018, 20:00 Uhr
Freitag, 23.03.2018, 20:00 Uhr 

Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal
Platz der Deutschen Einheit 1
20457 Hamburg

Samstag, 24.03.2018, 19:30 Uhr
Musik- und Kongresshalle Lübeck

 

Dvořák / Kilar / Prokofjew

NDR Elbphilharmonie Orchester
Frank Peter Zimmermann Violine
Dirigent Krzysztof Urbański

Programm

Wojciech Kilar
Orawa für Streichorchester

Sergej Prokofjew
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19

- Pause -

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 

 

Krzysztof Urbański und Frank Peter Zimmermann: Erster Gastdirigent und Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters treffen in den Konzerten am 22. und 23. März in der Elbphilharmonie sowie am 24. März in der Lübecker Musik- und Kongresshalle erstmals aufeinander. Das Programm vereint Werke des osteuropäischen Repertoires, für das der polnische Pultstar ebenso wie der deutsche Ausnahmegeiger ein besonderes Faible haben – wie sie beide auch auf jüngeren CD-Einspielungen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester zeigen.

Spätestens seit Krzysztof Urbański im Februar 2017 mit dem rasanten Werk „Krzesany“ das Publikum in der Elbphilharmonie buchstäblich im Sturm eroberte, ist der Komponist Wojciech Kilar in Hamburg kein Unbekannter mehr. Nun präsentiert Urbański mit „Orawa“ ein weiteres Stück des hierzulande sonst eher für seine berühmte Filmmusik – etwa zu Roman Polanskis „Der Pianist“ – bekannten Polen. „Orawa“ (so der Name einer Gebirgskette an der polnisch-slowakischen Grenze) ist wie „Krzesany“ der Natur und Folklore von Kilars Heimat gewidmet.

Ungleich entspannter, wenn auch nicht weniger virtuos, geht es in Sergej Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 zu, das Frank Peter Zimmermann anstelle des ursprünglich geplanten Tschaikowsky-Violinkonzerts auf das Programm gesetzt hat. Das Werk aus dem russischen Revolutionsjahr 1917 entstand parallel zu Prokofjews berühmter „Symphonie classique“ und teilt deren lyrisch-melodischen Tonfall. Bei der Uraufführung 1923 in Paris wurde es gar als zu „mendelssohnisch“ verurteilt – was der späteren Beliebtheit bei Publikum und Interpreten allerdings nicht im Wege stand.  

Für Dvořáks Siebte Sinfonie in d-Moll wäre hingegen „mendelssohnisch“ das denkbar falsche Wort. Eher könnte man das Werk als die „Pathétique“ des tschechischen Komponisten bezeichnen. Dvořák vollendete sie im März 1885 im Auftrag der London Philharmonic Society. Im kämpferisch-dramatischen Charakter der Musik hörten die Zeitgenossen allerdings weniger englische Töne als vielmehr den Ausdruck der tschechischen Unabhängigkeitsbewegung heraus. „Ich bin jetzt mit der neuen Sinfonie beschäftigt“, schrieb Dvořák über seine Siebte. „Und wohin ich auch gehe, ich habe keinen Gedanken für etwas anderes als meine Arbeit, die die Welt bewegen muss.“ Das ist ihm gelungen.

Am 22. und 23. März führt Dramaturg Julius Heile jeweils um 19.00 Uhr in das Programm ein.

 

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