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Janusz Rudnicki „Komm, gehen wir”

Gespeichert von maru am 20. Februar 2010 - 17:31
http://kulturograf.de/sites/default/files/FileField/RudnickiPlakat.jpg
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Ein Interview mit Janusz Rudnicki in polnischer Sprache über sein Buch „Chodźcie, idziemy” [Kommt, gehen wir] befindet sich auf der polnischen Seite des kulturografs
(schalte um auf :„Polski”).
 
 
 
Janusz Rudnicki, polnischer Schrifsteller ist 1956 im schlesischen Kędzierzyn-Koźle geboren. Er lebt hauptsächlich in Hamburg, wohin er 1983 als politischer Emigrant kam.  Rudnicki pflegt jedoch privat und literarisch seine Verbindungen nach Polen, besonders zum Kreis um die Warschauer Zeitschrift „Twórczość”. Sein Buch „Chodźcie, idziemy“ [Kommt, gehen wir] wurde für den Literaturpreis NIKE 2008 nominiert. Wie Adam Wiedemann ist Janusz Rudnicki Autor des angesehenen Warschauer Literaturverlags W.A.B.

Wie schreibt Rudnicki? Provokant, schamlos, grotesk. Sein Held ist scheinbar primitiv, sentimental, und wenig raffiniert. Aber diese Durchschnittlichkeit schließt das Besondere nicht aus. Rudnicki verkörpert als Pole, der in Deutschland lebt, als Provinzler in der Metropole, und vor allem als ein im Alltag verwurzelter Schriftsteller einen ganz eigenen Heldentypus, der auf eine außergewöhnliche Art und Weise über die irdischen Dingen denkt und spricht. Und dasselbe gilt für seine Protagonisten. Die Sprache ist bei ihnen ursprüngliche Erfahrung, ist teilweise Umgangssprache, aber der Autor hat ein Ohr für die Sprachmelodie, für die Sprache, die kraftvoll und konkret ist.
In einem Kommentar zu Rudnickis Werk hebt der polnische Literaturkritiker Henryk Bereza Rudnickis Galgenhumor hervor und stellt ihn (seinen Humor und den Schriftsteller) Marek Hłasko an die Seite.

Bibliographie:

  • Można żyć  [Es lässt sich leben] (Erzählungen). Wrocław: Wyd. Dolnośląskie 1992.
  • Cholerny świat. Listy z Hamburga [Verfluchte Welt. Briefe aus Hamburg] (Erzählungen). Wrocław: Wyd. Dolnośląskie 1994.
  • Tam i z powrotem po tęczy. Listy z Hamburga – ciąg dalszy [Hin und zurück auf dem Regenbogen: Briefe aus Hamburg – Forts.] (Erzählungen). Warszawa: PIW 1997.
  • Męka kartoflana (Kartoffelqual). Wrocław: Wyd. Dolnośląskie 2000.
  • Mój Wehrmacht [Meine Wehrmacht], Warszawa: W.A.B, 2004
  • Chodźcie, idziemy [Kommt, gehen wir], Warszawa: W.A.B., 2007
  • Śmierć  czeskiego psa (Der Tod des tschechischen Hundes), Warszawa, WAB 2009

Übersetzungen ins Deutsche:

  • Meine Abenteuer mit Menschen oder Wie ich als Statist und Rezensent tätig war (Moje przygody z ludźmi, czyli jak statystowałem i recenzowałem). In: Nach den Gewittern. Ein polnisch-deutsches Lesebuch. Göttingen: Steidl Verlag 1995.
  • Ich, der Friseur und die anderen (Ja, łebski fryzjer i inni). In: Zwischen den Linien. Eine polnische Anthologie. Hannover: Postskriptum Verlag 1996.
  • Die Heimkehr (Powrót). In: Landschaften und Luftinseln. München: dtv 2000. S. 57-82.
  • Die verrückten Reisen eines Grenzgängers. Herne: Tibor Schäfer Verlag 2000.
  • Karfoffelqual (Męka kartoflana). In: Am Erker. 46, Münster 2004.

Quellen u.a.: www.polska2000.pl, Verein Villa Decius, abgedruckt auf den Websites des poln. Buchinstituts www.bookinstitute.pl und des Adam-Mickiewicz-Instituts www.culture.pl

 

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